Chemie
Die Chemiebranche steht vor einem großen Wandel, der von der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen und innovativen Technologien merklich geprägt wird. Mit einem stetig wachsenden Bewusstsein für Umweltschutz und Ressourcenschonung eröffnen sich für viele Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, sich als Vorreiter in diesem Transformationsprozess neu und strategisch zu positionieren. Insbesondere grüne Chemikalien, biobasierte Produkte und innovative Recyclingtechnologien bieten sehr große Potenziale, um sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Gleichzeitig schaffen Fortschritte in der Digitalisierung und Automatisierung zahlreiche neue Ansätze, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. In diesem Umfeld sind Unternehmen, die sehr bald in Forschung und Entwicklung investieren, gut aufgestellt, um sich erfolgreich am Markt zu behaupten.
Aktien mit Prognose und Analyse
Im folgenden eine Übersicht, welche Aktien wir in der Branche Chemie analyisiert und bewertet haben:
| Unternehmen (Aktie) | ISIN | WKN | Redaktionelle Einschätzung | MOAT | Score | Aktueller Kurs Modellbasierte Schätzung |
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Bayer CropScience Ltd. | INE462A01022 | Neutrales Signal | 70 |
INR 4.383,05
INR 4.667,95 |
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Shin-Etsu Chemical Co. | JP3371200001 | Neutrales Signal | 70 |
JPY 5.631,00
JPY 5.997,02 |
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Nissan Chemical Corporation | JP3670800006 | Neutrales Signal | 70 |
JPY 5.493,00
JPY 5.831,70 |
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Asahi Kasei Corp. | JP3111200006 | Neutrales Signal | 67 |
JPY 1.526,00
JPY 1.594,37 |
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Resonac Holdings Corporation | JP3368000000 | Neutrales Signal | 65 |
JPY 8.249,00
JPY 8.446,06 |
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BASF | DE000BASF111 | Neutrales Signal | 64 |
EUR 46,10
EUR 46,92 |
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Braskem | US1055321053 | Neutrales Signal | 62 |
USD 3,63
USD 3,63 |
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Celanese | US1508701034 | Neutrales Signal | 62 |
USD 47,52
USD 47,52 |
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Dow | US2605571031 | Neutrales Signal | 62 |
USD 28,25
USD 28,25 |
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Formosa Chemical & Fibre Co. | TW0001326007 | Neutrales Signal | 62 |
TWD 35,45
TWD 35,45 |
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LG Chem | KR7051910008 | Neutrales Signal | 62 |
KRW 358.000,00
KRW 358.000,00 |
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Saudi Basic Industries Corp. | SA0007879121 | Neutrales Signal | 62 |
SAR 56,05
SAR 56,05 |
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| Syensqo | BE0974464977 | Neutrales Signal | 62 |
EUR 72,58
EUR 72,58 |
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| Chemplast Sanmar Limited | INE488A01050 | Schwaches Signal | 53 |
INR 245,20
INR 226,81 |
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Huntsman | US4470111075 | Neutrales Signal | 53 |
USD 11,85
USD 10,96 |
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Aktulle Neuigkeiten für Chemie
BASF verfehlt Ergebnisprognose, überrascht aber mit starkem Cashflow
BASF hat seine Ergebnisprognose verfehlt, konnte jedoch mit einem überraschend hohen Free Cashflow überzeugen. Trotz schwächerer Nachfrage und Preisdruck in mehreren Chemiesparten blieb der operative Mittelzufluss robust, was die finanzielle Stabilität des Konzerns unterstreicht. BASF erzielte zuletzt rund 68 Milliarden Euro Jahresumsatz und setzt weiter auf Kostensenkungen und Portfolioanpassungen.
Milliardeninvest von BASF in China steht vor dem Start
BASF steht kurz vor der Inbetriebnahme seines neuen Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang, in den der Konzern insgesamt rund 10 Milliarden Euro investiert. Das Werk soll schrittweise hochgefahren werden und langfristig mehrere Millionen Tonnen Chemieprodukte pro Jahr liefern, mit Fokus auf Kunden aus den Bereichen Konsumgüter, Automobil und Elektronik. China ist für BASF bereits der größte Wachstumsmarkt, zuletzt erzielte der Konzern rund 68 Milliarden Euro Jahresumsatz. Aus INVESTNOW-Sicht kann der Produktionsstart in Zhanjiang die Wachstumsperspektiven von BASF deutlich verbessern, erhöht jedoch zugleich die Abhängigkeit vom chinesischen Markt und damit auch von geopolitischen Risiken.
BASF verdient weniger und passt Gewinnziel nach unten an
BASF hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet und sein Jahresziel nach unten angepasst, nachdem der Verkauf des Tochterunternehmens Wintershall Dea den Ausblick belastet. Der operative Gewinn (EBIT vor Sondereinflüssen) sank um 18% auf 1,4 Milliarden Euro, während der Umsatz auf 17,6 Milliarden Euro zurückging. Gründe sind schwächere Nachfrage in Europa und sinkende Chemikalienpreise. Trotz Gegenmaßnahmen wie Kostensenkungen bleibt das Marktumfeld schwierig. Aus INVESTNOW-Perspektive zeigt sich BASF weiterhin in einer Übergangsphase, in der die Fokussierung auf Kernsegmente und Effizienzsteigerungen entscheidend für eine Erholung sein dürften.
BASF behält Katalysatoren und erwägt früheren Aktienrückkauf
Der Chemiekonzern BASF will sein Geschäft mit Katalysatoren behalten und sieht sich selbst als besten Eigentümer. Auf dem Kapitalmarkttag in Antwerpen erklärte das Unternehmen, dass Erlöse aus Verkäufen einen früheren Beginn des für 2027/2028 angekündigten Aktienrückkaufs von mindestens 4 Milliarden Euro ermöglichen könnten. Angesichts schwacher Weltkonjunktur und US-Zollrisiken verschärft BASF zudem seine Sparmaßnahmen und senkt die Ausgaben, nachdem bereits im Juli die Gewinnprognose zurückgenommen wurde.
BASF startet mit leichten Einbußen – US-Zollpolitik sorgt für Unsicherheit
BASF verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen leichten Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (EBITDA) um rund 3 % auf 2,625 Mrd. €, während der Umsatz mit 17,4 Mrd. € knapp unter dem Vorjahreswert lag. Trotz dieser Einbußen bestätigt der Chemiekonzern seine Jahresziele mit einem angestrebten bereinigten EBITDA zwischen 8,0 und 8,4 Mrd. €. Allerdings warnt BASF vor erheblicher Unsicherheit durch die US-Zollpolitik und mögliche Gegenmaßnahmen anderer Länder, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft derzeit schwer abschätzbar sind.
Aktuelle Herausforderungen der Chemiebranche: Nachhaltigkeit und Kostendruck im Fokus
Die Chemiebranche steht vor bedeutenden Herausforderungen, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Aspekte betreffen werden. Der zunehmende Druck, nachhaltigere und umweltfreundlichere Produkte zu entwickeln, erfordert viele und hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den kompletten Umbau bestehender Produktionsprozesse. Gleichzeitig steigen stetig die regulatorischen Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf den Klimaschutz und die Reduktion von Emissionen insbsondere Abwässern. Hinzu kommen volatile Rohstoffpreise, steigende Energiekosten und globale Lieferkettenprobleme, die die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen seit längerem belasten. Darüber hinaus müssen sich Unternehmen mit dem latenten Fachkräftemangel sowie einem schnellen technologischen Wandel auseinandersetzen, um die Potenziale von Digitalisierung und Automatisierung voll auszuschöpfen.
Zukunftsperspektiven der Chemiebranche: Innovationen als Treiber für nachhaltiges Wachstum
Die Zukunft der Chemiebranche birgt immense Chancen, besonders durch den globalen Trend zu mehr Nachhaltigkeit und technologischer Innovation. Unternehmen, die viel in Forschung und Entwicklung investieren, um grüne Chemikalien, biobasierte Produkte und Recyclinglösungen zu entwickeln, könnten sich als Vorreiter in einer ressourcenschonenden Wirtschaft positionieren. Fortschritte in der Digitalisierung und Automatisierung ermöglichen zusätzlich effizientere Produktionsprozesse, die sowohl Kosten senken als auch die Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Gleichzeitig eröffnen neue Märkte, wie etwa in der Entwicklung nachhaltiger Baustoffe oder alternativer Energieträger, zusätzliche breite Wachstumsfelder. Die Chemiebranche steht damit vor einer innovativen Zukunft, in der Entwicklung und Umweltverantwortung zentrale Erfolgsfaktoren sein werden.